Golden Gate Bridge von San Francisco

Was der Eiffelturm für Paris und die Tower Bridge für London ist, ist für San Francisco die Golden Gate Bridge. Sie verbindet die 1,5 Kilometer Meerenge zwischen der Halbinsel von San Francisco und dem Marin County. Ihr Name bekam die Golden Gate Bridge nach der Bucht, die sie umspannt, und nach ihrem rötlich-orangen Anstrich, der im Nebel am besten sichtbar ist. In dem prachtvollen Landschaftsrahmen eingebettet, ist sie sicherlich eine der schönsten Brücken der Welt.

Die Golden Gate Bridge als bautechnische und architektonische Meisterleistung

Die Golden Gate Bridge ist eine bemerkenswerte "künstlerische" wie auch eine bautechnische Leistung. Zu Beginn der Arbeiten für die Brücke stritten sich die Experten, ob es dem Ingenieur Die Golden Gate Bridge von San Francisco aus gesehen. - © zoonabar Joseph Strauss gelingen würde, die zur damaligen Zeit längsten Hängebrücke der Welt bauen zu können. Der Bau wurde vor allem durch die tückische Meerestiefe (97m) und wegen der starken Gezeitenströme erschwert. Die Strömung in der Bucht ist so stark, dass viermal täglich eine Stunde – nämlich während des Gezeitenwechsels – gearbeitet werden konnte, um die Gründung des Südfundament bauen zu können. Nach vierjähriger Bauzeit wurde am 28. Mai 1937 die Golden Gate Bridge eingeweiht. Über 200.000 Menschen strömten damals zur Eröffnung der Golden Gate Bridge herbei, um das architektonische Wunderwerk zu bestaunen.

Die Golden Gate Bridge ist 2,7km lang, 27,5m breit und umfasst sechs Fahrbahnen. Sie schwebt etwa 70m (je nach Wasserhöhe) über dem Wasser. Die Höhe der Pfeiler misst 227m. Die stählernen Hängeseile haben einen Durchmesser von knapp einem Meter und eine gesamte Länge von 2,3km. Wenn man die einzelnen Stahldrähte aneinander knüpfen würde, ergäben sie eine Länge von insgesamt 129.000km. Die Brücke wiegt im Ganzen 887.000t.

Bis 1964 durfte sie sich mit dem Titel "Längste Hängebrücke der Welt" schmücken. Dann wurde sie von der Verrazano Narrows Bridge in New York abgelöst. Heute steht die Golden Gate Bridge, was ihre Spannweite betrifft, immer noch in den Top Ten weltweit. Je nach Verkehrsaufkommen wird entschieden, wie viel Spuren den Autos stadteinwärts bzw. stadtauswärts zur Verfügung stehen. Dafür werden knallgelbe Pylonen, die sehr oft umgefahren werden, als Mittelstreifenmarkierung aufgestellt. Täglich passieren über 150.000 Fahrzeuge dieses Nadelöhr. Aufgrund dieses hohen Verkehrsaufkommens waren die Baukosten von 37 Millionen Dollar bis 1971 durch Benutzungsgebühren wieder hereingeholt. Eine Gebühr von 5 Dollar wird nur in der Nord-Süd-Richtung, also stadteinwärts, erhoben. Für Fahrgemeinschaften (ab 3 Personen) ist der Spaß werktags von 5 bis 9 Uhr und 16 bis 18 Uhr kostenlos.

Die Golden Gate Bridge kann mit dem Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß überquert werden. Bei gutem Wetter, leider liegt die Brücke sehr oft im Nebel, hat man einen schönen Blick auf das nördliche San Francisco und auf die ehemalige Gefängnisinsel Alcatraz.

Ausblicke von der und auf die Golden Gate Bridge

Blick auf die Golden Gate Bridge und auf die Silhouette San Franciscos von den Marin Headlands in Marin County - © http2007Einen wunderschönen Ausblick auf die Golden Gate Bridge mit San Francisco im Hintergrund bietet die Panoramaroute nördlich der Golden Gate Bridge. Dabei müssen Sie hinter dem so genannten Vista Point auf Highway 101 Richtung Sausalito abfahren, dann durch einen kleinen Tunnel hindurch und schließlich vor der abermaligen Auffahrt auf den Highway 101 nach rechts in die Conzelman Road abbiegen, von wo aus sich ein schönes Panorama bietet. Ansonsten kann man sich auch mit dem Vista Point an der rechten Brückenausfahrt begnügen.

Fort Point unterhalb der Golden Gate Bridge

Am Fuße der Golden Gate Bridge liegt Fort Point (geöffnet von Mittwoch bis Sonntag von 10 - 17 Uhr; Eintritt frei). Das "gemauerte" Fort wurde zwischen 1853 und 1861 gebaut, um den Zugang zur San Francisco Bay zu schützen und ist damit eines der frühesten Militärgebäude des amerikanischen Westen. Das vierstöckige Fort beherbergte bis zu 500 Soldaten, und insgesamt 126 Kanonen beschützten die Einfahrt in die Bucht.

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