Chinatown – asiatisches Flair
Chinatown in San Francisco muss man einfach gesehen haben. Es gibt zwar viele Chinesenviertel in amerikanischen wie in europäischen Städten, doch hat man dort nicht unbedingt das Gefühl, in einem anderen Kontinent zu sein. Doch beim Betreten der Chinatown von San Francisco fühlt man sich tatsächlich nach Asien versetzt.
Attraktionen in San Franciscos Chinatown
Chinatown wird begrenzt durch die Bush Street, Kearny, Stockton und dem Broadway. 80.000 Einwohner zählt die Stadt in der Stadt und umfasst 24 Blocks. Damit ist die Chinatown von San Francisco eine der größten chinesischen Gemeinden außerhalb Asiens. Sofort beim Betreten von Chinatown fühlt man sich versetzt nach Shanghai oder Hongkong. Der offizielle "Eingang" zu Chinatown ist "Dragon Gate" (1970 errichtet), das an der Bush Street/ Ecke Grand Avenue liegt. In Chinatown spielt sich das Leben auf der Straße ab. In diesem Viertel kann sehr gut (auch billig) gegessen und eingekauft werden. Eine Menge an Souvenierläden, Kräutergeschäfte, Imbissbuden, Restaurants und buntbemalte Tempel oder Häuser säumen die Straßen bzw. die Gassen.
Durch das Erdbeben 1906 wurde das damalige Chinatown weitgehend zerstört, und dann ganz im chinesischen Stil und weitaus schöner als vor dem Beben wieder aufgebaut. Allein der farbenfrohe und wuselige Charakter von Chinatown machen dieses Viertel so sehenswert. Doch gibt es selbstverständlich Tempel wie auch andere chinesische Gebäude zu besichtigen:
- Im obersten Stockwerk des Hauses mit der Adresse 125 Waverley Street (zwischen Washington Street und Clay Street) befindet sich der Tin-How-Tempel, dessen Besichtigung für Nichtbuddhisten relativ einfach ist. Tin How ist die Himmelsgöttin, die die Macht besitzt, Matrosen aus der Seenot zu retten. Der Tempel kann von 10.00 - 16.00 Uhr besichtigt werden.
- Das farbenprächtige Gebäude in der 843 Stockton Street mit einer geschwungenen Dachtraube ist die Zentrale der Chinese Six Companies. Sie ist die wichtigste Institution von Chinatown. Sie dient als eine Art von Schiedsgericht zur Schlichtung von Streitigkeiten der Chinesen untereinander. Sie hat zwar im Laufe der Zeit an Prestige verloren, doch besitzt sie noch heute große Bedeutung.
- Das Gebäude an der 823 Grant Avenue hat zwar direkt nichts mit Chinatown zu tun, doch es ist ein sehr geschichtsträchtiges Haus. Denn dort wurde am 25. Juni 1835 die erste menschliche Behausung San Franciscos (damals Yerba Buena) gebaut. Das damalige Haus steht zwar heute nicht mehr, doch eine Plakette erinnert noch an diesen historischen Ort für San Francisco.
Die Grant Avenue ist die touristische Hauptstraße von Chinatown. Jedoch sind die kleineren Seitenstraßen von Chinatown nicht ganz so touristisch aufgebläht auf das asiatische Ambiente. Deshalb ist die Stockton Street viel authentischer und gilt als das eigentliche Zentrum von Chinatown. Der Höhepunkt für die Einwohner von Chinatown ist das chinesische Neujahrsfest. Das Datum des Neujahrfestes richtet sich nach dem Mondkalender und liegt meist zwischen Mitte Januar und Mitte Februar. Die farbenfrohe und sehr laute Parade, Höhepunkt des Neujahrfestes, ist ein riesengroßes Spektakel mit Feuerwerk, Knallkörper, Löwentanz, Karateturnier und als Höhepunkt der 18 m lange Goldene Drachen, der jedermann Frieden, Wohlstand und Glück wünschen soll.

