Death-Valley-Nationalpark in Kalifornien

Das Death Valley (Tal des Todes) ist eine Wüste mit allen Schikanen: goldgelbe Sanddünen, Salzebenen, öde und farbige Felsen, deren vielfältige Farben die Besucher immer wieder überraschen. Auf einer Autofahrt durch das Death Valley und dem zugehörigen Death-Valley-Nationalpark erblicken Sie Sehenswürdigkeiten, Landschaften und Naturwunder, die Ihnen bestimmt noch lange im Gedächtnis bleiben.

Death-Valley-Nationalpark schützt außergewöhnliche Landschaft

Der Death-Valley-Nationalpark ist insgesamt 13.600 km2 groß und fast 200 km lang, aber nur zwischen 6 und 26 km breit. Die Höhenunterschiede innerhalb des Nationalparks sind erheblich. Der Telescope Peak ist 3.366 m hoch und Badwater liegt 85,5 m unter dem Meeresspiegel - und ist damit der tiefstgelegene Ort der USA. Aufgrund der geologischen Tieflage zählt das Death Valley zu den heißesten Plätzen der Erde. Von Mai bis September herrscht eine sehr große Hitze. In dieser Zeit betragen die durchschnittlichen Höchsttemperaturen 47 Grad Celsius im Schatten. Die Bodentemperatur kann bis auf 95 Grad Celsius ansteigen.

Das Death Valley wurde am 11. Februar 1933 von Präsident Hoover zum National Monument erklärt und am 31. Oktober 1994 zum Nationalpark ernannt. Mehr als eine Million Besucher hat das Death Valley jährlich. Etwa 40 Prozent aller ausländischen Besucher sind Deutsche. Im Sommer könnte man daher denken, dass Deutsch die zweite Verkehrssprache ist. Der Hauptgrund für die Beliebtheit des Death Valley ist sicherlich die gute Infrastruktur innerhalb des Nationalparks. Zu fast allen Attraktionen führen gute Straßen. Dagegen sind viele große Wüsten im Südwesten der USA praktisch unzugänglich. Über die State Route 178 kommen Sie ohne größere Probleme an den meisten Sehenswürdigkeiten des Death Valley vorbei und Sie müssen dabei so gut wie keinen Umweg in Kauf nehmen, wenn Sie beispielsweise vom Yosemite-Nationalpark aus nach Las Vegas möchten.

Entstehung und Besiedelung des Death Valley

Die Einzelheiten über die Entstehung des Death Valley sind noch heute sehr umstritten. Das eigentliche Tal soll vor rund drei Millionen Jahren entstanden sein, als der gesamte Osten von Kalifornien durch gewaltige geologische Kräfte der Erdkruste auseinander gezogen wurde. Die Bergzüge des Tals haben sich dadurch seitlich von einander weg bewegt. Dadurch ist das Tal zwischen ihnen nach unten weggesackt. Später füllten Seen das Tal zeitweise mit Wasser auf. Schon zu dieser Zeit war die Sierra Nevada hoch genug, um das Wetter zu beeinflussen und die vom Meer kommenden Regenwolken abzuhalten. Durch diese Tatsache und mit Hilfe der unbarmherzigen Sonne verdunstete das Wasser und trocknete im Laufe von Millionen Jahren aus.

"Entdeckt" wurde diese unwirtliche Wüste 1849, als Goldsucher auf ihrem Weg zu den Minencamps ins westliche Kalifornien zufällig in das Death Valley gelangten. Doch bewohnten schon viele Tausende Jahren zuvor die Shoshone-Indianer dieses Gebiet. Nachdem die Goldfunde in Kalifornien immer weiter nachließen, gelangten Goldsucher auf ihrem Weg Richtung Osten auch ins Death Valley, um dort das begehrte Metall zu suchen. So entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts auch einige Goldgräberstädte in und um das Death Valley. Doch solche großen Funde wie im westlichen Kalifornien wurden in diesem Wüstenteil nie gemacht. So wurden die errichteten Städte schnell zu Geisterstädten.

Die Überreste dieser verlassenen Städte und einzelner Minen sind noch heute zu sehen; sei es Darwin, Keeler oder Skidoo. Ein wahres Juwel einer Geisterstadt ist Rhyolite. Rhyolite liegt am Ostrand des Death-Valley-Nationalpark, nahe Beatty, etwa zehn Kilometer hinter der kalifornischen Grenze zu Nevada. Die Stadt wurde 1905 gegründet und fünf Jahre später wohnten von den 10.000 Einwohnern nur noch eine Handvoll Unverdrossener. Doch wer Richtung Beatty fährt, sollte einen Abstecher unbedingt nach Rhyolite machen. Neben dem berühmten Flaschenhaus gibt es etliche gut erhaltene Gebäude aus der guten alten Zeit zu sehen. Aber nicht mit Gold, Silber oder Zink wurde das große Geld im Death Valley gemacht, sondern mit Borax. Das Salz Borax wurde in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts auf dem Talboden entdeckt. Das Mineral war zu dieser Zeit vor allem für die Seifenindustrie sehr wichtig.

Durchfahrt durch das Death Valley

Um das Death Valley mit seinen Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen, braucht man sicherlich mehr als einen ganzen Tag. Wer das Death Valley nur durchfährt, um ohne großen Umweg vom Yosemite-Nationalpark nach Las Vegas zu gelangen, für den ist die State Route 178 eigentlich ideal. Dazu verlässt man den Yosemite-Nationalpark in östliche Richtung, nimmt den Highway 395 nach Süden und biegt am Owens Lake auf die State Route 178. Über diese Straße fahren Sie von Nord nach Süd durch das Tal und kommen an Badwater, am Artist Drive und am Devils Golf Course vorbei. Auch der Zabriske Point ist von dort aus nur ein kleiner Umweg. Für den weiter nördlichen Teil des Death Valley benötigen Sie noch einmal einen Tag.