Sierra Nevada – High Country

Die meisten Kalifornien-Urlauber fahren meist nur schnurstracks auf die Nationalparks der Sierra Nevada zum Yosemite, Sequoia Canyon und Kings Canyon zu – ohne groß weiter nach Osten vorzustoßen. Die Sierra Nevada ist 700 Kilometer lang, 130 Kilometer breit und die Gipfel der Berge sind größtenteils mehr als 4.000 m hoch. Die Sierra Nevada trennt das fruchtbare San Joaquin Valley im Westen von den Wüsten im Osten.

Unvergessliche Natur und zahlreiche Sportmöglichkeiten

Die West- und Ostseite der Sierra Nevada unterscheiden sich erheblich. Im Westen steigen die bewaldeten Berge allmählich an. Im Osten dagegen fallen die kolossalen Viertausender steil bergab und verhelfen dem schmalen Owens Valley so zu einer atemberaubenden Felswand. Der Highway 395 schlängelt sich durch das Tal an den riesigen Granithügel vorbei und führt an die Ufer von traumhaft schönen Gebirgsseen in der Gegend um Bishop und Mammoth Lakes oder auch zum fantastischen Lake Tahoe am nördlichen Ende der Region. Hervorragend angelegte und im guten Zustand gehaltene Wanderwege machen einige der unvergesslichsten Landschaften der Sierra Nevada leicht erreichbar. Alle Ortschaften entlang des Highway 395 sind gut gewappnet, um die Bedürfnisse der Wanderer, Bergsteiger und Angler optimal zu befriedigen.

In der Sierra Nevada fallen bis zu 6 Meter Schnee. Das ist die höchste Schneemenge in den gesamten USA. Deshalb sind ein Großteil der Bergstraßen (wie zum Beispiel der Highway 120 – Tioga Road) im Winter geschlossen. Der Schneefall in der Sierra Nevada ist die Grundlage der Wasserversorgung Südkaliforniens. Deshalb sind in fast allen Tälern im Westen wie im Osten Staudämme errichtet worden, um die großen Städte wie Los Angeles und San Francisco mit Wasser zu versorgen.

Aus historischer Sicht war die Sierra Nevada eines der größten Hindernisse für potentielle Siedler. Selbst heute müssen Besucher noch genau planen wie und wann sie dieses Gebiet besichtigen wollen. Dazu muss man wissen, dass der Winter in der Sierra Nevada durchschnittlich von Ende Oktober bis Mitte Mai dauert. In der übrigen Zeit sind die Bergstraßen gut befahrbar. Die Bergpässe und Straßen in der Sierra Nevada können aber auch bis Mitte Juni und ab Anfang Oktober geschlossen sein.

Im Sommer gilt die Schönwettergarantie von Kalifornien nur bedingt, da es dort zu heftigen Gewittern kommen kann, doch sie sind meist nur von kurzer Dauer. Pullover und Regenjacke sollten unbedingt zum Gepäck gehören. Im High Country sinken die Temperaturen selbst in den Sommermonaten häufig unter den Gefrierpunkt.

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