Mono Lake

Der Mono Lake liegt in unmittelbarer Nähe der Kreuzung der Highways 120 (Tioga Road) und 395. Der Mono Lake ist von einigen Kraterbergen umgeben und wird auch oft als "Kaliforniens Totes Meer" bezeichnet, aufgrund seines hohen Salzgehaltes. Sein Wasser ist dreimal so salzig wie Meerwasser.

Ökosystem Mono Lake gefährdet

Fast eine Million Jahre lag der Mono Lake friedlich in den Bergen der Sierra Nevada. Das Ökosystem des Sees kennt nur einen Feind – und das ist der Mensch. Die fünf Gebirgszuflüsse, die in den See münden, werden größtenteils mittels einer großen Pipeline zur Wasserversorgung nach Los Angeles umgeleitet, um den steigenden Wasserbedarf der Metropole zu decken. Von den Flüssen bleiben nur kleine Bergbäche übrig, die dann schließlich in den See münden. Nur etwa 3 bis 5 Prozent des ursprünglichen Zuflusses sind zu wenig, um den Mono Lake zu erhalten.

Ein neuer Liefervertrag mit Los Angeles sichert dem Mono Lake so viel Frischwasser zu, dass sein Wasserspiegel nicht weiter absinkt und das Wasser nicht weiter versalzt. In den letzten 50 Jahren sank der Wasserspiegel um etwa 14 m, die Wassermenge halbierte sich und der Salzgehalt verdoppelte sich auf 9,5 Prozent in diesem Zeitraum. Durch die Erhöhung des Salzgehaltes im Wasser wird das anfällige Ökosystem aus dem Gleichgewicht gebracht.

Aufgrund des Salzgehaltes können im See nur wenige Lebewesen existieren. Das sind überwiegend einzellige Algen, welche den kleinen Salzfliegen und Salzkrebsen als Nahrung dienen. Diese Kleintiere dienen den zahlreichen Zugvögel, die auf ihrer Reise in den warmen Süden am Mono Lake Rast machen, als Nahrung. Rund 90 Prozent aller kalifornischen Möwen werden am Mono Lake – hauptsächlich auf seinen beiden Inseln – geboren.

Attraktionen rund um den Mono Lake – vulkanische Geschichte

Die Hauptattraktion des Sees ist der Mono Lake Tufa State Reserve mit seinen bizarren Formationen an der Südseite des Mono Lakes. Tufas sind turm- oder pilzartige Gebilde, die aus Kalziumkarbonat (Kalk) bestehen. Diese Kalksäulen entstehen durch die Wechselwirkung von Frischwasserquellen mit den Laugensalzen des Sees. Dieser chemische Prozess geht nur im See selbst vonstatten. Wenn der Wasserspiegel sinkt und die Türme aus dem Wasser herausragen, hören sie auf zu wachsen. Etwa 13.000 Jahre alt sind die Tufas, die an der Südseite des Sees zu sehen sind. Die Südseite des Sees können Sie bequem mit dem Auto über die State Route 120 erreichen.

Die bizarre Welt der Tufas und die kreisrunde Form des Sees haben eine gemeinsame Ursache – den Vulkanismus. Knapp einen Kilometer nördlich von Lee Vining befindet sich direkt am Highway 395 das Visitor Center. Dort erfahren Sie alles über den See, von der Entstehung bis zur Erhaltung des komplizierten Ökosystems.

Südlich vom Mono Lake gibt es eine Reihe kleiner und großer Vulkankrater. Diese Krater sind vor 10.000 Jahren entstanden. Laut Aussagen von Geologen können die Vulkane jederzeit wieder aktiv werden. Der letzte Vulkanausbruch war im 14. Jahrhundert. Am einfachsten mit dem Auto ist der Panum Crater zu erreichen. Es gibt zwei Wege, die auf den Vulkankrater führen. Neben dem Vulkankegel selbst haben Sie auf dem Weg hinauf zum Vulkankrater eine herrliche Aussicht auf die Sierra Nevada und auf das Mono Basin.

Um einen Blick auf die Vulkankrater zu werfen, müssen Sie die gleiche Strecke fahren wie zu den südlichen Tufas des Mono Lake: An der Kreuzung Highway 395 und 120 müssen Sie auf den Highway 120 abbiegen. Von dort aus noch ein paar Kilometer und schon gelangen Sie zuerst zu den Kratern und etwas weiter zu den Tufas. Die Zufahrtsstraßen sind Schotterwege, jedoch ohne große Probleme für jedes Auto gut zu befahren.

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