Santa Cruz

Die 55.000 Einwohner zählende Stadt Santa Cruz, rund 120 km südlich von San Francisco gelegen, erfreut sich wegen seiner kilometerlangen Sandstrände und einer sehr belebten Innenstadt mit gemütlichen Bars, Nachtclubs mit Livemusik, Restaurants und guten Einkaufsmöglichkeiten großer Beliebtheit. Santa Cruz ist für die Bewohner San Franciscos die nächstgelegene Möglichkeit, zumindest von August bis Mitte Oktober, an den weitläufigen Sandstränden im Pazifik zu schwimmen. Leider bewegen sich die durchschnittlichen Wassertemperaturen auch in dieser Zeit höchstens bei 18 Grad Celsius. Aufgrund dieser etwas kühlen Wassertemperaturen laden die Strände rund um Santa Cruz überwiegend zum Sonnenbaden, Beachvolleyball, Beachsoccer, Softball oder zum Bau einer Sandburg ein.

Strandleben in Santa Cruz

In Santa Cruz gibt es den einzigen Beachboardwalk (externer Link) an der kalifornischen Küste. Früher gab es solche Beachboardwalks in fast allen kalifornischen Küstenstädten. Sie stellten ihren Betrieb ein, da die Konkurrenz von Disneyland und Co. einfach zu groß war. Der Beachboardwalk versprüht mit seinen vielen Vergnügungsfahrgelegenheiten eine echte Volksfestatmosphäre. Von einer Achterbahn bis zu einem beschaulichen Karussell wird einem bei den insgesamt dreißig verschiedenen Fahrgelegenheiten fast alles geboten. Die hölzerne Achterbahn (aufgestellt 1924) steht heute unter Denkmalschutz. Daneben gibt es noch etliche Arkadespiele und einen Surfsimulator. Die vielen Imbissstände und Restaurants sorgen für das leibliche Wohl. Der Beachboardwalk ist im Sommer täglich und im Winter nur am Wochenende geöffnet. Am einfachsten kommen Sie zum Beachboardwalk, wenn Sie am nördlichen Ende von Santa Cruz vom Highway 1 in die Bay Street einbiegen, die fast direkt zum Beachboardwalk führt.

Nur einen Steinwurf entfernt vom Beachboardwalk liegt das sehr umtriebige Fisherman's Wharf (externer Link) von Santa Cruz, mit vielen Fischerbooten, guten Fischrestaurants und Souvenirshops. Vom Pier aus laufen auch einige Rundfahrtschiffe aus. Es besteht auch die Möglichkeiten, Boote wie Kajaks und Ruderboote auszuleihen. Das Fisherman's Wharf von Santa Cruz ist bei weitem nicht so touristisch ausgebaut worden wie in San Francisco, da die Pier von vielen kommerziellen Fischerboote immer noch als Anlegeplatz benutzt wird. Ganz in der Nähe der Pier haben sich auch einige Seelöwen niedergelassen, die durch ihr Geschrei leicht zu finden sind.

Die Beach Street (in südliche Richtung) bis zur Kreuzung San Lorenzo Street entlang, und von dort aus bis zur Murray Eaton Bridge, und schon sind Sie am Santa Cruz Harbor (externer Link). Der Hafen dient mehr als 1.000 Booten als Anlegeplatz. Auch vom Hafen aus legen viele Schiffe aller Art ab, um vor allem die Tierwelt der Bucht von Monterey zu erforschen, zum Hochseefischen, zur Walbeobachtung oder auch nur zu einer kurzen oder längeren Rundfahrt im Pazifik.



Surfen in Santa Cruz

Surfen und Santa Cruz muss man eigentlich in einem Atemzug in den Mund nehmen, da die Stadt neben San Diego und Malibu die Hochburg des Surfsports in Kalifornien ist. Die Bedingungen in Santa Cruz sind für den Nationalsport in Kalifornien fast ideal. So ist es nicht verwunderlich, dass Santa Cruz über ein kleines, aber sehr interessantes Surfmuseum (701 West Cliff Drive; geöffnet im Sommer von Mittwoch bis Montag von 12 - 16 Uhr, im Winter von Donnerstag bis Montag zu den gleichen Zeiten; externer Link) verfügt. Es veranschaulicht die Entwicklung des Surfsportes mit alten Surfbrettern und nostalgischen Fotos sehr gut. Das Museum ist in dem ehemaligen Leuchtturm Lighthouse Point untergebracht, das ebenfalls besichtigt werden kann. Vom Museum aus können Sie meist viele Surfer an der Steamers Lane, wie sie auf den Wellen reiten, gut beobachten. Steamers Lane ist eine der populärsten Stelle zum Surfen an der Pazifikküste. Das Museum ist leicht zu finden: Sie müssen nur vom Beachboardwalk die Beach Street in nördliche Richtung fahren und dann in den West Cliff Drive einbiegen - von dort aus stoßen Sie direkt auf das Museum.

Mystery Spot als Skurrilität

Am Nordrand von Santa Cruz befindet sich in einem Waldstück einer der seltsamsten Sehenswürdigkeiten Kaliforniens - der Mystery Spot (Eintritt: 5 Dollar; externer Link). In diesem Waldstück scheint das Gesetz der Schwerkraft außer Kraft gesetzt zu sein: Bälle rollen den Berg hinauf, Bäume neigen sich südwestlich und sein Gegenüber scheint nicht senkrecht zu stehen. Diese optischen Täuschungen werden durch eine verwirrende Bauweise unterstützt, so gibt es so gut wie keine rechten Winkel. Sie erreichen den Mystery Spot über den Branciforte Drive, eine Querstrasse zur Market Street. Sie liegt etwa ein Kilometer südlich von der Kreuzung der Highways 1 und 17.

Ano Nuevo State Reserve

35 km nördlich von Santa Cruz, direkt am Highway No. 1, kommen Sie am Ano Nuevo State Reserve (externer Link) vorbei. Von Dezember bis März kommen riesige Menschenmassen zu diesem Reservat für See-Elefanten. Die See-Elefanten leben überwiegend im Meer, doch für etwa 11 Wochen im Jahr kommen sie an Land, um zu kalben und sich zu paaren. Anfang Dezember kommen als erstes die zwei Tonnen schweren und bis zu fünf Meter langen Bullen an Land des Reservats. Ende Dezember folgen die Weibchen (ca. 300 Kilogramm schwer und 2,5 Meter lang), um nach einer Tragzeit von 11 Monaten ihre Jungen an Land zur Welt zu bringen. Die Weibchen stillen ihre Jungen vier Wochen und nehmen in dieser Zeit keine Nahrung zu sich. Jede See-Elefantenkuh bringt nur ein Junges zur Welt, denn ihre Milch reicht gerade für ein Baby. Nach vier Wochen wiegen die Jungen bis zu 150 kg. Danach sind die Jungen auf sich selbst gestellt und müssen dann alleine nach Futter schauen. In der Paarungszeit kommt es zwischen verschieden Bullen oft zu erbitterten Kämpfe, da der Haremsbulle seine Stellung innerhalb der Kolonie (bis zu 50 Weibchen) gegenüber anderen Männchen ständig behaupten muss. Der Verlierer des Kampfes flüchtet dann fluchtartig in Richtung Pazifik.

Es gibt die Möglichkeit, das Reservat auf eigene Faust zu erkunden oder an einer geführten Tour teilzunehmen. Das Reservat ist täglich von 8.30 bis 15.30 Uhr geöffnet. Vom Parkplatz aus sind es etwa drei Kilometer bis zum Beobachtungspunkt. Von April bis November hält sich der Besucherandrang in Grenzen. In dieser Zeit gibt es auch nicht allzu viel zusehen. Vereinzelt kann man Seehunde, Seelöwen und Seeotter in diesem Naturschutzgebiet sichten. Hunderte Seelöwen machen zwischen September und Oktober Halt im Ano Nuevo, um dann gestärkt und ausgeruht weiter Richtung Süden in wärmere Gewässer zu schwimmen.

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