Outside – Yosemite-Nationalpark

Nun ist es sicherlich ein Problem, wenn Sie den Yosemite-Nationalpark an einem Sommerwochenende besuchen. Zu dieser Zeit fährt eine Autokarawane überwiegend in das Yosemite Valley. Staus und zähfließender Verkehr sind dann angesagt, und wenn Sie Pech haben, ist der Yosemite-Nationalpark sogar wegen Überfüllung geschlossen. Sollten Sie keine Lust haben, die Schönheiten des Yosemite-Nationalparks bei diesen Menschenmassen besuchen zu wollen, so gibt es abseits der touristischen Hauptpfade auch andere Möglichkeiten, Interessantes zu entdecken.

Attraktionen im Yosemite-Nationalpark abseits der Hauptstraßen

Da das Mariposa Grove, im Süden des Yosemite-Nationalparks, bei weitem nicht so überlaufen ist wie das Yosemite Valley bietet sich am Wochenende ein Besuch der Mammutbäume an. Sie können den Besuch von Mariposa Grove mit einem Besuch des idyllisch gelegenen Wawona kombinieren.

Ganz in der Nähe zum Südeingang des Yosemite-Nationalparks liegt der dunkelblau schimmernde Bass Lake. Der Bass Lake ist ein Wassersporteldorado, denn er eignet sich für jegliche Wasseraktivitäten, vom Angeln bis zum Wasserski. Auch eine einstündige Rundfahrt mit der Bass Lake III wird angeboten. Der Bass Lake ist eines der größten Erholungsgebiete Kaliforniens. Zahlreiche Pfade führen zu ruhigen Plätzchen in den Kieferwald oder an das Ufer des Bass Lake. Den Namen Bass Lake verdankt der See den zahlreichen Barschen (bass), die sich massenweise im See tummeln.

Unterhaltsam und schön, aber zu teuer bei 12 Dollar pro Person, ist eine Fahrt mit der Yosemite Mountain Sugar Pine Railroad (externer Link). Mit einer nostalgischen Dampflokomotive fahren Sie gemütlich durch Teile des Sierra National Forest. Die kleine Eisenbahnrundreise von etwa sieben Kilometer beginnt in Fish Camp. Das Örtchen Fish Camp liegt direkt am Highway 41, knapp vier Kilometer vom Südeingang des Yosemite-Nationalparks entfernt. Die Fahrten starten ab 9 Uhr im 90-Minutentakt bis 18 Uhr. Normalerweise ist die Eisenbahnstrecke von Mitte Oktober bis Mitte März geschlossen.

Auch im südlichsten Teil des Gold Country wurde im 19. Jahrhundert eifrig nach Gold geschürft. Dass die Goldsucher dabei auch fündig wurden, beweist nicht zuletzt die ehemalige Goldgräberstadt Mariposa (liegt direkt am Highway 49 und Highway 140) mit seinem Bergbau- und Mineralienmuseum, dem California State and Mining Museum (Mariposa County Fairgrounds, drei Kilometer südlich von Mariposa am Highway 49; geöffnet: von Mai bis September von 10 - 18 Uhr, von Oktober bis April von 10 - 16 Uhr, geschlossen am Dienstag; externer Link). In diesem Museum können Sie Fundstücke aus der Zeit des Goldrausches bewundern. Das Prunkstück der Sammlung ist der sechs Kilogramm schwere Fricot Nugget. Er ist einer der größten Nuggets, der in Kalifornien zur Zeit des Goldrausches gefunden wurde.

Wer noch mehr über den Goldrausch erfahren möchte, sollte zudem das Mariposa County History Center (liegt mitten in Mariposa, Ecke 12th und Jessie Street) besuchen. Die Sammlung des History Center enthält Gegenstände, die viel über das Leben während der Zeit des Goldrausches berichten.

Viele sehr schöne Aussichten auf die Sierra Nevada ermöglicht der 150 km lange Sierra Vista Scenic Byway durch den Sierra National Forest. Der Scenic Byway beginnt oder endet (je nach Ansicht) zwischen Oakhurst und Fish Camp (am Highway 41) oder in North Fork. Da Sie große Höhenunterschiede bewältigen müssen und die Straße sich durch den Wald schlängelt, ist sie relativ schwer befahrbar.

Aufgrund des harten Winter in der Sierra Nevada ist die Straße auch teilweise in einem schlechten Zustand. Die Fahrdauer (ohne Stopps) beträgt gut und gerne fünf Stunden. Normalerweise können Sie den Sierra Vista Scenic Byway von Juni bis Oktober befahren. In der anderen Zeit ist die Straße abschnittsweise geschlossen, da die höher gelegenen Straßenteilstücke schneebedeckt sind. Achten Sie unbedingt, bevor Sie den Scenic Byway in Angriff nehmen, dass Ihr Auto voll betankt ist, da es entlang der Strecke nur eine Tankstelle gibt.