Highway One in Kalifornien – Sehenswürdigkeiten und Informationen (nördlicher Teil)

Mit 1.055 km Länge ist die auch häufig Highway 1 genannte California State Route 1 an der Pazifikküste in Kalifornien nicht nur die längste State Route im westlichsten US-Bundesstaat. Mit reizvollen Landschaften und sehenswerten Naturdenkmälern entlang der Strecke ist der ebenfalls als Drehort aus diversen Spielfilmen bekannte Highway 1 auch eine als National Scenic Byway sowie All-American Road ausgewiesene Ferienstraße, die alljährlich von Hunderttausenden Touristen befahren wird.

Nördlicher Teil des Highway 1

Die California State Route 1 bzw. der Highway 1 ist die längste Bundesstraße in Kalifornien.

An der wichtigen Verbindung zwischen Süd- und Nordkalifornien befinden sich neben so berühmten Metropolen wie San Francisco und Los Angeles auch interessante kleinere Städte und Gemeinden, die mit vielen Attraktionen einen Abstecher lohnen. Im Folgenden wird der nördliche Teil des Highways 1 mit seinen Stationen in nördlicher Fahrtrichtung vorgestellt. Hier finden Sie Informationen zum südlichen Teil des Highway 1, von Dana Point bei Los Angeles bis zum nördlichen Ende von Big Sur.

Im Norden von Big Sur bis Carmel-by-the-Sea

Der gut 120 km lange Küstenstreifen Big Sur zwischen San Simeon und Carmel-by-the-Sea war und ist wegen seiner beeindruckenden Landschaft aus Buchten, Bergen und Meer sowohl Kulisse für zahlreiche Spielfilme als auch beliebter Wohnort vieler Prominenter. Hier steht auch das schlossartige Anwesen Hearst Castle (externer Link) des Zeitungsverlegers William Randolph Hearst aus den 1920er Jahren.

Hearst Castle ist ein sehenswerter Abstecher vom Highway 1.

Durch die regionalen Staatsparks Julia Pfeiffer Burns State Park, Pfeiffer Big Sur State Park und Point Lobos State Reserve führen zahlreiche schöne Wanderwege. Die Stahlbeton-Bogenbrücken Bixby Creek Bridge (218 m Gesamtlänge) und Rocky Creek Bridge (152 m Gesamtlänge) sind zwei imposante und häufig fotografierte Bauwerke, die zwei Taleinschnitte an der zerklüfteten Küste überspannen. An beiden Brücken gibt es in südlicher Richtung kleine Parkbuchten.

Die Bixby Creek Bridge ist eine oft fotografierte Attraktion am Highway 1.

Die Fahrt auf dem Highway 1 führt dann zum 5 km entfernten Garrapata Beach (externer Link). Der ca. 800 m lange Garrapata Beach, einige Kilometer südlich von Soberanes Point, ist vor allem als wenig besuchtes Gebiet für erholsame Strandspaziergänge bekannt. Zum Schwimmen ist der Abschnitt jedoch wegen der starken Strömung und hohen Wellen zu gefährlich.

360-Grad-Foto am herrlichen Garrapata Beach.

Durch den umliegenden, 1979 gegründeten Garrapata State Park (externer Link), verlaufen Wanderwege wie der Rocky Ridge Trail, Soberanes Canyon Trail und Soberanes Point Trail mit fantastischer Fernsicht auf das Meer und maritimer Fauna wie Seelöwen, Seehunde, Seeotter und Grauwale. Im dicht bewaldeten Binnenland konnte man riesige Küstenmammutbäume bewundern. Aufgrund eines großen Waldbrandes entlang der Big Sur in 2016 ist der Garrapata State Park allerdings zerstört worden, so dass die zugehörigen Gebiete östlich des Highway 1 nicht zugänglich sind.

Carmel-by-the-Sea liegt auf der Monterey-Halbinsel und ist ein sehr beliebter Wohn- und Ferienort.

Weiter geht es auf dem Highway 1 zur mondänen Kleinstadt Carmel-by-the-Sea (externer Link). Aktuell gut 4.000 Einwohner verzeichnet Carmel-by-the-Sea im Monterey County, darunter so berühmte Prominente wie Brad Pitt, Doris Day und Clint Eastwood, der dort von 1986 bis 1988 sogar Bürgermeister war. Sehenswert ist die ehemalige spanische Missionsstation San Carlos Borromeo de Carmelo von 1770. Überregional bekannt ist das alljährlich im Juli veranstaltete Carmel Bach Festival (externer Link).

360-Grad-Foto: Auf Point Lobos trifft das Land und der Pazifik spektakulär aufeinander. Hier führen viele Wanderwege direkt zu den Klippen, von wo aus sich auch gut die Flora und Fauna beobachten lässt.

Im südlich von Carmel gelegenen Schutzgebiet Point Lobos State Natural Reserve (externer Link) können Sie hervorragend wandern und tauchen oder das kleine Whaler's Museum zur Geschichte des Walfangs besichtigen. Auf Point Lobos stehen diverse Parkplätze zur Verfügung, wenn Sie vom Highway 1 westlich abfahren. In Carmel befinden sich auch schöne Sandstrände, die einen Zwischenstopp lohnen.

Videos zum Highway One (North Coast)









Monterey auf der Monterey-Halbinsel

In direkter Nähe zu Carmel-by-the-Sea befindet sich die Küstenstadt Monterey auf einer idyllischen Halbinsel im Süden der Monterey-Bucht. 1770 gegründet, war die Stadt bis Anfang des 19. Jahrhunderts ein bedeutsamer Fischerei- und Walfanghafen. Durch die schöne Lage am Meer und auch als Handlungsort der Romane Tortilla Flat (1935) und Cannery Row (1945) von John Steinbeck international bekannt geworden, entwickelte sich Monterey im 20. Jahrhundert zu einem populären Ferienort. Besonders gut besucht ist die Stadt alljährlich während des California Roots Music and Art Festivals (externer Link), des Monterey International Blues Festivals (externer Link) sowie des Monterey Jazz Festivals (externer Link).

In Monterey bietet das Monterey Bay Aquarium faszinierende Einblicke in die Tiefen des Pazifiks.

Seit 1984 ganzjährig geöffnet ist das Monterey Bay Aquarium (externer Link) mit ca. 35.000 Tieren aus ca. 550 Arten. Das Aquarium mit seinen gut 200 Becken liegt direkt an der Cannery Row, die als "Straße der Ölsardinen" literarischen Weltruhm erlangte und nach dem Ende der Sardinenfischerei vor Monterey in den 1950er Jahren zum touristischen Zentrum der Stadt wurde. Heute drängeln sich dort viele Bars, Hotels, Geschäfte und Restaurants auf kleinem Raum, besonders touristisch präsentiert sich Fisherman's Wharf mit zahlreichen Souvenirshops.

360-Grad-Foto: Blick auf den Hafen von Monterey und Fisherman's Wharf.

Die Monterey-Halbinsel samt der Städte Monterey, Carmel-by-the-Sea und Pacific Grove ist eine Wohngegend vieler Künstler und wohlhabender Bürger, vor allem die Siedlung Pebble Beach gilt als sehr exklusiv. Hier befindet sich auch die kostenpflichtige Straße 17-Mile Drive (externer Link), die an Golfplätzen, Villen und Hotels sowie vielen Aussichtspunkten vorbei führt. Die gesamte 40 km lange Monterey-Bucht ist von vielen Stränden gesäumt, die zu langen Strandspaziergängen einladen.

Direkt zwischen Pazifik und Highway 1 liegt auch der gut 400 ha große Fort Ord Dunes State Park (externer Link) an der Monterey Bay. Er wurde 2009 gegründet, beherbergt das Nationaldenkmal Fort Ord, gut 140 km Wanderwege sowie weitläufige Sanddünen, in denen seltene Vogelarten brüten. Das ehemalige, im Jahr 1994 geschlossene Militärgelände war seit 1917 in Betrieb, heute ist es vor allem ein häufiges Ausflugsziel von Schulklassen und Touristen. Auf insgesamt acht großen Informationstafeln erfahren Besucher viel Wissenswertes über die Geschichte und Natur der Umgebung.

Im Fort Ord Dunes State Park haben Sie auf jeden Fall die Möglichkeit, einen schönen Strandtag zu erleben und sich von der Autoreise etwas zu erholen. In der Mitte der Monterey-Bucht befindet sich zudem auch das gut 295 Hektar große Naturschutzgebiet Moss Landing State Wildlife Area (externer Link). Hier leben vor allem viele Reiher und Schnepfenvögel sowie weitere Wasservogelarten in freier Wildbahn.

360-Grad-Foto: Der Fort Ord Dunes State Park beherbergt weitläufige Sanddünen und liegt direkt am Highway One.

Auf dem Weg nach Santa Cruz am nördlichen Ende der Monterey-Bucht entfernt sich der Highway 1 etwas von der Küste, bevor dann die ersten Ausläufer des Santa-Cruz-Gebirges erreicht werden. Riesige Redwoodbäume bedecken mehrheitlich den gut 41 qm großen The Forest of Nisene Marks State Park (externer Link) nahe der Gemeinde Aptos im Santa Cruz County. Der Park ist ein in der Gegend sehr beliebtes Naherholungsgebiet mit Grill- und Picknickstellen sowie Campingplätzen. Ein schöner Strand in der Nähe ist der Seacliff State Beach in Aptos. Dort liegt seit 1929 auch der frühere Tanker Palo Alto, der mit eigener Pier sowie Schwimmbad, Speise- und Tanzsaal lange als Vergnügungsschiff diente.



Von Santa Cruz nach San Francisco

In der als Surferhochburg bekannten Stadt Santa Cruz (externer Link) im gleichnamigen County ca. 100 km südlich von San Francisco genießen Sie das kalifornische Strandleben. Denn Santa Cruz verfügt mit dem Lighthouse Field State Beach, Natural Bridges State Beach, Twin Lakes State Beach und Seabright State Beach über eine große Auswahl an weitläufigen Stränden. Eine gewisse Abwechslung auf dem Roadtrip auf dem Highway 1 bietet auch der Vergnügungspark Santa Cruz Beach Boardwalk (externer Link) direkt am Pazifik.

Die kalifornische Pazifikküste hat überall spektakuläre Ausblicke zu bieten.

Der 1954 Henry Cowell Redwoods State Park (externer Link) zwischen Santa Cruz, Scotts Valley und Felton ist 19 qkm groß und vor allem für die bis zu 1.800 Jahre alten Küstenmammutbäume bekannt. Beliebt sind besonders die insgesamt 24 km langen Wanderwege, die teils zu einsamen Flussstränden am San Lorenzo River führen. Gut besucht ist speziell die natürliche Badestelle Garden of Eden. Sie gelangen zu diesem Staatspark, wenn Sie in Santa Cruz auf die California State Route 9 abbiegen.

360-Grad-Foto: Die Küstenmammutbäume in Kalifornien sind mehr als beeindruckend.

Eine touristische weitere Attraktion auf dem Gelände ist die gut 5 km lange Schmalspur-Museumseisenbahn Roaring Camp Railroad (externer Link). In der nördlichen Parkerweiterung Fall Creek Unit gibt es weitere 30 km Wanderwege sowie einen 18-Loch-Golfplatz.

Nach der Rückkehr auf den Highway 1 führt dieser nun wieder direkt am Pazifik entlang. Wenn Sie von den Küstenmammutbäumen noch nicht genug haben, dann ist der 73 qm große Big Basin Redwoods State Park (externer Link) die richtige Anlaufstelle für Sie. Er wurde bereits 1902 gegründet und ist damit der älteste Staatspark Kaliforniens. Von den 130 km Wanderwegen ist der 47 km lange Skyline-to-the-Sea-Trail (externer Link) am bekanntesten. Besonders sehenswert sind auch die vielen Wasserfälle in dem Gebiet, so etwa die Sempervirens Falls und die Berry Creek Falls.

Auch am Highway Number One haben Sie die Gelegenheit, die riesigen Küstenmammutbäume zu bestaunen.

Auf dem Weg nach Half Moon Bay (externer Link) führt der Highway 1 wieder direkt am Strand und einer sehenswerten Steilküste entlang. Die gleichnamige Bucht und Stadt liegen 30 km südlich von San Francisco. Unter Surfern in ganz Kalifornien genießt vor allem der Surfspot Mavericks nördlich des lokalen Hafens Pillar Point Harbor einen ausgezeichneten Ruf. Auch in Half Moon Bay gibt es viele weitläufige Strände, die zum Ausspannen einladen. Außerdem befinden sich hier die nördlichen Ausläufer des Santa-Cruz-Gebirges (Montara Mountain), welches hier noch bis zu 600 m erreicht. Wenn Sie die Gipfel erklimmen, dann können Sie die gesamte San-Francisco-Halbinsel überblicken - ein traumhafter Ausblick.

360-Grad-Foto: Blick von den Gipfel des Santa-Cruz-Gebirges auf die Halbinsel und Bucht von San Francisco. Der Aufstieg lohnt sich.

Die imposante Landspitze Devil's Slide zwischen den Orten Pacifica (externer Link) und Montara im San Mateo County besteht aus steil aus dem Meer aufragenden Felsen. Bis zur Eröffnung des Tom Lantos Tunnels im Jahr 2013 verlief hier eine jedoch häufig wegen Erdrutschen unpassierbare Teilstrecke des Highways 1. So haben Sie die Möglichkeit, den 1.200 m langen Tunnel oder eben die alte Küstenstraße zu nutzen, die sich bis zu 400 m über den Pazifik erhebt. An verschiedenen Parkplätzen können Sie Ihr Auto abstellen und zu kleinen Wanderungen aufbrechen, um die Aussicht in Ruhe zu genießen.

Auf dem Weg nach San Francisco ist ein Zwischenstopp in Pacifica lohnenswert.

Die Metropole San Francisco rückt nun immer näher; der Verkehr nimmt spürbar zu. Die Nächste Station ist Pacifica. Diese Kleinstadt ist ein beliebtes kalifornisches Reiseziel für Surfer, die sich vor allem Rockaway Beach treffen, wo es auch diverse Restaurants mit tollem Blick auf das Meer und einige Geschäfte gibt. Gleichermaßen unter Wellenreitern populär ist der kleinere Pacifica State Beach bzw. Linda Mar Beach. Auf die nahe Landzunge Mori Point (externer Link) führt der Wanderweg California Coastal Trail, von wo sich ein herrlicher Ausblick genießen lässt.

San Francisco mit Golden Gate Park, Presidio und Golden Gate Bridge

Endlich ist mit San Francisco die in den späten 1960er Jahren als Hippiehochburg bekannte Stadt an der Spitze der namensgebenden San-Francisco-Halbinsel in Sicht. In den USA ist die multikulturelle "Golden City" speziell für ihr großes Chinesenviertel sowie die ebenfalls umfangreiche vietnamesische, französische, irische, italienische und russische Gemeinde bekannt.

Im Stadtteil Haight-Ashbury, wo im Jahr 1969 der legendäre "Sommer of Love" zelebriert wurde, finden sich heute viele Geschäfte. Der Bezirk Castro ist eine bei Homosexuellen beliebte Wohngegend. Im zentralen Stadtteil Soma gibt es zahlreiche neue Galerien, der Mission District ist traditionell stark mexikanisch geprägt. Ein schönes Ausflugsziel ist der bereits in den 1870er Jahren errichtete, 412 ha große Golden Gate Park, wo häufig Konzerte stattfinden.

Die Golden Gate Bridge ist DAS Wahrzeichen Kaliforniens. – © JFL Photography – fotolia.com

Das M. H. de Young Memorial Museum (externer Link) zeigt u.a. Sammlungen afrikanischer und ozeanischer sowie präkolumbischer Kunst. Im benachbarten Japanese Tea Garden sollen einst die ersten japanischen Glückskekse in den USA verteilt worden sein. Farbenfroh zeigt sich der botanische Garten Conservatory of Flowers mit ca. 1.700 tropischen Blumenarten.

Seit dem endgültigen Abzug der US-Army vom Militärstützpunkt Presidio (externer Link) an der Einfahrt in die Bucht von San Francisco 1994 haben sich sukzessive vor allem Filmfirmen und wohlhabende Mieter auf dem ca. 6 qkm großen Gelände in bester Lage mit bester Sicht auf die berühmte Golden Gate Bridge angesiedelt. Die 1937 eröffnete Brücke ist das wichtigste Wahrzeichen San Franciscos. Eine Fahrt über die Brücke in nördlicher Richtung ist nicht mautpflichtig. Es bietet sich an, in San Francisco ein paar Tage länger zu verweilen.

Auf dem Highway 1 die südliche North Coast entlang

Nach einer Fahrt durch Sausalito und Marin City an der Bucht von Francisco schwenkt der Highway 1 über die Marin Hills wieder zum Pazifik. Der 785 m hohe Mount Tamalpais in den Marin Hills ist ein beliebtes Ausflugsziel der Bewohner San Franciscos. Besonders eindrucksvoll sind die vielen knapp 80 m hohen und bis zu über 1.100 Jahre alten Küstenmammutbäume im Schutzgebiet Muir Woods National Monument (externer Link). Hier werden die letzten Küstenmammutbäume in der Region San Francisco geschützt.

Die Pazifikküste am Highway One fasziniert vor allem mit ihrer Abwechslung.

Weiter geht es vorbei an Muir Beach und Stinson Beach zum fast 290 qkm großen Schutzgebiet Point Reyes National Seashore (externer Link). Das Schutzgebiet liegt auf einer felsigen Halbinsel rund um den 1870 in Betrieb gegangenen Leuchtturm Point Reyes Lighthouse. Das historische Bauwerk diente als Kulisse in dem Horrofilm "The Fog - Nebel des Grauens" (1980). Im benachbarten Besucherzentrum wird eine Ausstellung zu den maritimen Ökosystemen an der kalifornischen Küste gezeigt. Das Gebiet ist auch Start- bzw. Zielpunkt des einzig transkontinentalen Wanderwegs American Discovery Trail (externer Link). Außerdem gibt es vier Campingplätze für Übernachtungen. Der Parkplatz am Leuchtturm ist etwa 30 km vom Highway 1 entfernt.

360-Grad-Foto: Beeindruckender Ausblick auf die Küstenlinie der Halbinsel Point Reyes. Dieser Abstecher vom Highway One ist auf jeden Fall lohnenswert.

Die Point-Reyes-Halbinsel wird vom Festland durch den gut 25 km langen und 1,5 km breiten Meeresarm Tomales Bay vom Festland getrennt. Der Highway 1 schlängelt sich an der Ostseite dieses Meeresarmes entlang. Die Region ist vor allem als Produktionsort für Austern bekannt, die Meeresfrüchte können direkt bei den Farmen gekauft und auf Rastplätzen gegessen werden. Darüber hinaus ist die Meeresenge auch ein gut besuchter Ort für Wassersport: Segelboote und Kajaks sieht man hier speziell im Sommer zu Dutzenden.

Nach einem kurzen Abstecher ins Landesinnere, so dass die zerklüftete Küste an der Bodega Bay umfahren werden kann, folgt der Highway 1 dann auf 260 km wieder direkt der Küstenlinie, mit wunderbaren Ausblicken auf den Pazifik. Lassen Sie sich treiben und genießen Sie Ihren Roadtrip durch Nordkalifornien. Die kalifornische North Coast ist nicht weniger spektakulär als Big Sur, aber viele Touristen lassen sie einfach aus. Die typische Natur dieses Küstenabschnitts kann in den Staatsparks Sonoma Coast State Park (externer Link) und Salt Point State Park (externer Link) besichtigt werden.

360-Grad-Foto: Die vorgelagerten Felsformationen im Pazifik sind typisch für den Sonoma Coast State Park.

Der Sonoma Coast State Park begeistert durch Steilklippen mit hohen Wellen und bizarren vorgelagerten Felsformationen im Meer. Am weitläufigen Goat Rock Beach in der Nähe von Jenner können Sie zwar wegen der hohen Wellen und starken Strömungen nicht schwimmen, jedoch Grauwale, Seehunde und Seelöwen beobachten. Im etwa 30 km entfernt liegenden 2.400 ha großen Salt Point State Park stehen Besuchern 32 km Wanderwege zur Verfügung. Die Flora des Gebiets wird von Douglasien, Kiefern, Küstenmammutbäumen, und Zypressen geprägt, die Fauna vorrangig von Rotwild, Waschbären, Kojoten, Rotluchsen, Graufüchsen, Dachsen, Skunks und Nagetieren. Gelegentlich wurden von Besuchern des Parks auch Bären und Pumas gesichtet.

So langsam neigt sich die Reise auf dem Highway 1 dem Ende entgegen. Mit der Albion River Bridge wartet aber noch ein echtes Highlight auf die Reisenden. Die 300 m lange Holzbrücke mit Stahlelementen über den Albion River wurde 1944 errichtet. Die im Jahr 2014 von der kalifornischen Transportbehörde publik gemachten Pläne, die Brücke bis 2021 durch einen Neubau zu ersetzten, stießen auf heftigen Widerstand in der Region. Den Einwohnern von Albion gelang es 2015, das Bauwerk in das "National Register of Historic Places" eintragen zu lassen, was eine Neukonstruktion auf absehbare Zeit relativ unwahrscheinlich machen dürfte.

Pazifikküste am Highway One bei Mendocino.

Die Weiterfahrt führt nach Mendocino (externer Link). In den USA assoziiert man den Namen meist mit dem zum Teil vor Ort 1955 gedrehten Spielfilm "Jenseits von Eden", in dem James Dean seine erste große Rolle hatte. Hierzulande ist Mendocino vor allem Schlagerfreunden ein Begriff, war dies doch 1969 der Titel eines erfolgreichen Liedes des deutschen Sängers und Komponisten Michael Holm. Seit 2006 findet hier immer Anfang Juni das Mendocino Film Festival (externer Link) statt. Schöne Naherholungsgebiete mit Stränden und Campingplätzen sind der Mendocino Headlands State Park (externer Link) und der Mendocino Woodlands State Park (externer Link).

Reise auf dem Highway 1 neigt sich dem Ende entgegen

Fort Bragg an der Mündung des Noyo River in den Pazifik ist wegen ihrer landschaftlich reizvollen Lage schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts ein in der Region beliebter Ferienort. Häufig besucht und fotografiert wird der örtliche Strandabschnitt Glass Beach, wo von Meeresströmung und Erosion rund geschliffener Glasmüll im Laufe der Zeit zu bunten Glasperlen geworden ist. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Fischereihafen Noyo Harbor, der MacKerricher State Park (externer Link) mit vielen Dünen und Stränden, der Russian Gulch State Park (externer Link) mit großem Wasserfall und der 1909 in Betrieb genommene Leuchtturm Point Cabrillo Light (externer Link).

360-Grad-Foto: Der legendäre Drive-True-Tree-Park bietet noch mal einen spektakulären Höhepunkt der Fahrt auf dem Pacific Highway 1.

Am nördlichen Endpunkt des Highway 1 liegt die kleine Gemeinde Leggett (externer Link). Die bekannteste Sehenswürdigkeit im Ort ist der fast 100 m hohe Küstenmammutbaum "Chandelier Tree" (Kronleuchterbaum) (externer Link). Durch dessen 1930 eingeschnitzten, zwei Meter hohen und drei Meter breiten Tunnel fahren täglich Autos, die dabei fotografiert und gefilmt werden. In Erinnerung an die hier einst in großer Zahl siedelnden Indianer verkaufen Geschäfte im Ort entsprechend gestalteten Schmuck sowie Kunsthandwerk nach überlieferten Modellen. Nach ereignisreichen 1.055 km Highway 1 und vielen Abstechern endet in Leggett die berühmte Küstenstraße.

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