Stadtviertel in San Francisco

San Francisco setzt sich aus einem bunten Mosaik eng beieinander liegenden Viertel zusammen, die alle ihren eigenen Charme besitzen und mit vielfältigen Attraktionen auswarten können.

Stadtviertel im Nordosten San Franciscos

Zwischen Downtown und Fisherman's Wharf liegt der 114 m hohe Nob Hill. Nach der Erfindung der Cable Cars 1871 ließen sich dort die ersten kalifornischen Millionäre Prunkvillen bauen. Wegen dieser Darstellungssucht der Neureichen nannten die Leute den steilen Hügel nicht mehr California Street, sondern Nob Hill (Nabob = reicher Mann). Jedoch sind all diese protzigen Villen dem Erdbeben 1906 zum Opfer gefallen.

Der Nob Hill gilt aber immer noch als die vornehmste Adresse der Stadt. So thronen hier die beiden Spitzenklassehotels Fairmont (950 Mason Street) und das Mark Hopkins (999 California Street), indem sich das beliebte Aussichtsrestaurant "Top of the Mark" befindet. Die Grace Cathedral (1051 Taylor Street/Ecke California Street) ist allemal ein Besuch wert. Die Kathedrale wurde in den 60er Jahren entworfen und dem Notre Dame in Paris nachempfunden.

Der Russian Hill, gleich nördlich vom Nob Hill, ist wohl das steilste Viertel der Stadt. Einige der ruppigen Steigungen können für den Straßenverkehr gar nicht mehr zugelassen werden. Die meisten Besucher halten sich in diesem Viertel nur für ein Foto auf, um einen Teil der berühmten Lombard Street, zwischen Leavenworth und Hyde Street, zu fotografieren. Sie wurde Mitte der 20er Jahren angelegt und passt sich in ihren Serpentinen der großen Steigung an.

Im nordöstlichen Teil von San Francisco befindet sich North Beach oder auch "Little Italy" genannt. In diesem italienischen Stadtviertel gibt es alles, was es in Italien auch gibt: Cafes, Pizzerias, bunte Pasta-Lokale und Weinlokale. Das Zentrum von North Beach liegt an der Columbus Avenue am Washington Square.

Haight-Ashbury – ehemaliges Hippiestadtviertel

Ende der 60er Jahre befand sich das Viertel Haight-Ashbury, östlich vom Golden Gate Park gelegen, an vorderster Front der Flower-Power-Bewegung. Damals entstand in dem Stadtviertel ein völlig neues Lebensgefühl. Fernab aller bürgerlichen Konventionen und die Musik, die von hier aus um die Welt ging, veränderte das Bewusstsein einer ganzen Generation. Zu Tausenden kamen 1967 die Blumenkinder hier her. San Francisco wurde Hippiehauptstadt der Welt. "Make Love not War" hieß ihr Motto. Sie rebellierten gegen den Vietnamkrieg, wollten ein Leben ohne Gewalt. Die Kriegsdienstverweigerer versteckten sich in Haight-Ashbury, denn in Kalifornien gab es zur damaligen Zeit keine Meldepflicht.

Die Hippies sind mittlerweile längst weggezogen oder haben sich in ein normal bürgerliches Leben zurückgezogen. Doch das Flair dieser Zeit liegt immer noch, vor allem an der Kreuzung Haight und Ashbury Street, in der Luft. Die Relikte der guten alten Hippiezeit kann man noch in den verschiedenen Läden finden. Dort finden Sie Batikhemden, Sandalen, weite Kleider, Haschispfeifen und Poster. Im Psychedelic History Museum (525 Haight Street) können Sie stöbern und alles zum Thema Hippies kaufen. Jede Menge Fotos, Bücher und Zeitungsartikel halten das Freiheitsgefühl der 60er Jahre lebendig.

Pacific Heights im Norden San Franciscos

Die Pacific Heights sind einer der exklusivsten Wohnbezirke Amerikas. Dieses Prunkviertel besteht aus sehenswerten Villen, in denen die Reichen San Franciscos leben. Die steilen Straßen des Stadtviertels bieten einen erhabenen Blick auf die Stadt und Bucht. Speckels Mansion (2080 Washington Street) heißt die nobelste Villa in Pacific Heights. Der Bauherr dieses Stadtpalastes war Adolph G. Speckels, Sohn des aus Hannover ausgewanderten Claus Speckel, der es zum Zuckerkönig von Kalifornien gebracht hatte. Diese Prunkvilla wurde 1912 im Stil eines französischen Barockpalastes aus weißem Stein erbaut.

Das Haas-Lilienthal-House (2007 Franklin Street; geöffnet am Mittwoch und Samstag von 12 - 15 Uhr und am Sonntag von 11 - 16 Uhr, Eintritt: 8 Dollar), etwa 400 m nördlich der Endstation der Cable-Car-Linie California, ist für Besucher auch von innen zu besichtigen. Am Broadway stehen die vornehmsten Stadtpalais in San Francisco, so auch die Villa des Ölmilliardärs Gordon Getty. Die Union Street ist voller nobler Boutiquen und Kunstgalerien und sie ist eine elegante Ausgehadresse um die neusten Trends der amerikanischen Gastronomie zu erfahren.

Weitere Stadtviertel in San Francisco