Yosemite-Nationalpark

Der Yosemite ist sicherlich ein Nationalpark der Superlative und wird allenfalls vom Grand Canyon übertroffen. Der Anblick der tosenden Wasserfälle, die grandiosen fast senkrecht aufragenden Granitwände, die rund geschliffenen Felsdome und die Mammutbaumwälder wecken selbst den erschöpftesten Reisenden wieder auf. Diese traumhafte und einzigartige Landschaft macht den Yosemite-Nationalpark zu einem der schönsten Plätze Kaliforniens.

Yosemite als Zeugnis der gewaltigen Kräfte der Natur

Der Yosemite-Nationalpark zählt zum weltweit bekanntesten Beispiel eines durch Gletscher ausgefrästen U-förmigen Tals (von Flüssen geformte Täler haben eine V-Form). Vor einigen Millionen von Jahren befand sich im Tal ein Fluss, der mit der Zeit einen bis zu 650 m tiefen Canyon aushöhlte. Während einer Eiszeit füllte sich der Canyon bis zu seinem Rand mit Wasser und mit möglicherweise einem oder mehreren Gletschern. Sie erweiterten den Canyon an seinen schwächsten Stellen und vertieften das Yosemite-Tal. Nach der Eiszeit wurde der Boden des Tals von einem See bedeckt. Der See verschlammte im Laufe der Eiszeit und wurde zur heutigen üppigen Wiesenlandschaft, die mit Tannen bestückt und von enormen Granitgipfeln umgeben ist.

Am 25. März 1851 betraten zum ersten Mal Weiße das Yosemite-Tal, das bis zu diesem Zeitpunkt von Indianer besiedelt wurde. Die Berichte dieser ersten Besucher weckten rasch das Interesse der Bevölkerung. Im Jahr 1864 wurde von Präsident Lincoln die Yosemite-Übereignung unterzeichnet, die den Bundesstaat Kalifornien verpflichtete, das Yosemite-Tal und den Mariposa-Hain in seiner natürlichen Schönheit zu erhalten. 1890 wurde der Yosemite zum Nationalpark ernannt und war damit der zweite Nationalpark der USA – nach dem Yellowstone-Nationalpark.

Der Yosemite-Nationalpark hat eine Ausdehnung von etwa 3.000 km2. Er bedeckt einen der wald- und gewässerreichsten Abschnitte der Sierra Nevada. Die erheblichen Höhenunterschiede des Yosemite-Nationalparks (von 400 bis 4.000 m) bieten viele verschiedenen Pflanzen- und Tierarten hervorragende Lebensbedingungen. So haben Rotwild, Schwarzbären, Coyoten und zahlreiche Nagetiere in den niedrigen Regionen ihr Zuhause. Mehrere Haine von mächtigen Riesenmammutbäumen, vor allem im Mariposa Grove, gehören zu den besonderen Sehenswürdigkeiten des Yosemite-Nationalparks.

Anreise zum Yosemite-Nationalpark

Der Yosemite-Nationalpark ist leicht über den Highway 120, der durch den gesamten Nationalpark in Ost-West-Richtung führt, von Osten über Lee Vining zu erreichen. Jedoch ist der Highway 120 normalerweise von Oktober bis Mai geschlossen. Vom Westen gelangt man durch die Highways 41 (über Fresno und Oakhurst), 120 über Monteco und 140 über Merced problemlos in den Yosemite-Nationalpark.

Bei den Eingängen des Yosemite-Nationalparks, Big Oak Flat (Highway 120), Arch Rock (Highway 140) und dem South Entrance (Highway 41) erhält der Besucher nach Bezahlung des Eintrittes (20 Dollar und gilt für 7 Tage) eine sehr gute Karte des Yosemite-Nationalparks, mit der man ohne Probleme den Aufenthalt im Park planen kann. Im Juli und August ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass der Yosemite-Nationalpark völlig überfüllt ist. Wenn Sie Pech haben, wird dann sogar der Yosemite-Nationalpark geschlossen. Dies kann an den Sommerwochenenden durchaus vorkommen.

Im Visitor Center, im Yosemite Valley oder in Tuolumne Meadows, ist auch der sehr informative und kostenlose "Yosemite Guide" erhältlich. Der Yosemite-Nationalpark verfügt insgesamt über ein Netz von 1.100 km Wanderwegen, aber es gibt auch 325 km asphaltierte Straßen, so dass man den Yosemite-Nationalpark auch auf bequeme Art erkunden kann. Bevor Sie in den Yosemite-Nationalpark fahren, achten Sie unbedingt darauf, dass Sie vorher tanken, da es im Yosemite-Nationalpark keine Tankstellen gibt und die Entfernungen innerhalb des Yosemite-Nationalparks groß sind.